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EU Children's Participation Platform

Das sagen Kinder über Cybermobbing

Die Europäische Union hat einen Aktionsplan erstellt, um Cybermobbing zu verhindern und betroffene Kinder und Jugendliche besser zu unterstützen. 

Um sicherzugehen, dass der Plan den Bedürfnissen und Erfahrungen von Kindern gerecht wird, haben wir Kinder und Jugendliche in der EU (im Alter von 12 bis 17 Jahren) nach ihren Gedanken und Meinungen gefragt. Dafür haben wir im September 2025 eine Online-Umfrage in allen EU-Sprachen durchgeführt.

Wer hat beigetragen?

  • 6 343 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren
  • aus allen 27 EU-Ländern
  • 57 % Mädchen, 40 % Jungen, 2 % divers, 2 % wollten keine Angabe über das Geschlecht machen

 

Das haben die Kinder gesagt

Wie fühlen sich Kinder durch Cybermobbing?
  • 73 % – traurig
  • 65 % – verletzt
  • 62 % – einsam oder ausgegrenzt (70 % Mädchen, 52 % Jungen)
  • 59 % – beschämt
Wen fragen sie um Hilfe und Unterstützung bei Cybermobbing?
  • 62 % würden sich an einen Elternteil oder eine Betreuungsperson wenden (67 % Mädchen, 56 % Jungen)
  • 41 % würden sich an ein*e Freund*in wenden (46 % der 17-Jährigen, 29 % der 12-Jährigen)
  • 25 % würden sich an eine Lehrkraft oder an Schulpersonal wenden (38 % der 12-Jährigen, 19 % der 17-Jährigen)
  • 14 % würden sich an eine Hotline oder eine Unterstützungswebsite wenden
  • 11 % würden es niemandem sagen
  • 8 % sind sich nicht sicher
Two round talk and idea bubbles

Mehr Beratung, damit Opfer und Mobber verstehen, was passiert.

Mädchen, 17, Rumänien

Vollständiger Bericht mit den Aussagen von Kindern über Cybermobbing

HERUNTERLADEN (AUF ENGLISCH)

Was verlangen Kinder von Erwachsenen?

Das müssen Social-Media-Plattformen tun:
  • 54 % der Kinder möchten, dass Plattformen gemeldete Vorfälle ernst nehmen und über die Weiterverfolgung berichten
  • 39 % möchten, dass das Melden von Vorfällen in Apps und auf Websites einfacher wird
  • 39 % möchten, dass Plattformen Opfer von Cybermobbing unterstützen
  • 25 % möchten, dass Kinder bei den Überlegungen, wie Plattformen sicherer gemacht werden können, einbezogen werden
  • 12 % möchten, dass Plattformen für Informationskampagnen zahlen
     
Das müssen Schulen und Eltern tun:
  • 56 % der Kinder wünschen sich von den Schulen klare Vorschriften und Konsequenzen für Cybermobbing (61 % Mädchen, 46 % Jungen)
  • 54 % möchten, dass Cybermobbing im Unterricht behandelt wird
  • 49 % wünschen sich Unterstützung für Mobbingopfer – auch psychologischer Art (58 % Mädchen, 36 % Jungen)
  • 47 % möchten, dass mit Mobbern und ihren Eltern gesprochen wird
  • 45 % möchten, dass wirklich etwas getan wird, wenn sie einen Vorfall melden
  • 43 % wünschen sich erwachsene oder gleichaltrige Vertrauenspersonen, mit denen sie sprechen können (49 % Mädchen, 34 % Jungen)
  • 30 % gaben an, dass ihre Schulen Vorschriften/Leitlinien gegen Mobbing haben, 57 % waren sich nicht sicher, und 13 % gaben an, dass ihre Schulen keine Vorschriften haben
  • 45 % hatten an einer Aktion gegen Cybermobbing teilgenommen, 32 % nicht, und 23 % waren sich nicht sicher
Two round talk and idea bubbles

Konten von Mobbern müssen direkt gesperrt werden. Plattformen müssen Konten, IP-Adressen oder IMEI direkt sperren oder einschränken.

Junge, 14, Dänemark

Wie geht es jetzt weiter?

  • 1.-2. Quartal 2026
    • Die Europäische Kommission hat ihren Aktionsplan gegen Cybermobbing veröffentlicht.
       
    • Kindgerechter Bericht über die Umfrageergebnisse (in allen EU-Sprachen)
    • Feedback zur Nutzung der Beiträge der Kinder
    • Kindgerechte Fassung des Plans


Du brauchst Hilfe oder Unterstützung?

  • Schau auf der Website „Besseres Internet für Kinder“ vorbei, auf der du Lernmaterialien in allen EU-Sprachen findest, oder wende dich an ein Safer-Internet-Zentrum in deinem Land, um Probleme im Netz zu melden oder mit jemandem zu sprechen, der sich auskennt.
     
  • Um mit jemandem darüber zu sprechen, wie du dich fühlst, wende dich an einen vertrauenswürdigen Erwachsenen oder eine Hotline für Kinder in deinem Land.